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Günter Wallraff zu Besuch.

Im Jahr 2008 war Günter Wallraff in unserer Backstube zu Besuch. Und zwar ganz offiziell und nicht inkognito wie sonst. Der Verein „Lippequalität“ hatte ihn zu einer Lesung eingeladen. Er nahm gern unser Angebot an, einen Tag lang bei uns mitzuarbeiten. Ab 4 Uhr morgens erlebte er einen Arbeitstag der etwas anderen Art. „Hier duftet es“, stellte er fest und biss mit Vergnügen in ein selbstgeknetetes Brötchen. Sein Chef Alfred Meffert war mit ihm genauso zufrieden wie Günter Wallraff mit den Arbeitsbedingungen in unserer Bäckerei. Ein Kontrastprogramm zu dem, was er beim Lidl-Backzulieferer im Hunsrück erleben musste. „Der Verbraucher tut sich keinen Gefallen, wenn er nur auf den Preis schielt“, meint Wallraff. „Er hat Macht und kann sie auch nutzen.“

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„Unser täglich Brötchen“
Schöne neue Arbeitswelt: Brandblasen an Armen und Händen, der ständige Kampf gegen den Schimmel und ein Chef, der seine Arbeiter wie Sklaven behandelt. ZEIT Magazin-Reporter Günter Wallraff war undercover unterwegs. Diesmal als Niedriglöhner in einer Fabrik, die Brötchen für Lidl backt.
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